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Mein Gott Günther!

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Kürzlich unterlief dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, ein folgenschwerer Faux Pas. In der Talk-Sendung Markus Lanz wetterte er unter anderem gegen Alternativ-Medien wie Nius, denen man das Verbreiten von Falschnachrichten und Desinformation unterbinden müsse. Hierfür könnte er sich sogar eine Zensur solcher Medien vorstellen.
Die Sendung war quasi noch gar nicht zu Ende und doch entbrannte eine heftige Debatte um die Aussagen von Herrn Günther. Wie üblich gibt es jene, die seine Ansicht teilen und auch jene, die sie kritisieren. Jedoch interessanter ist im Nachgang die Feststellung, dass viele Leute, ja auch Medienvertreter, Politiker und sogar sogenannte Faktenchecker das von Daniel Günther Gesagte gar nicht so gehört haben wollen. Es geht auch nicht darum, was Daniel Günther „eigentlich“ sagen wollte oder wie er es gerne verstanden haben möchte. Es geht primär nur darum, was er in welchem Kontext gesagt hat und ob das zumindest für einen amtierenden Ministerpräsidenten noch tragbar ist.

Bild

Das Faktencheck- Portal Mimikama stellt den Kontext der Aussagen falsch dar. Denn tatsächlich lautete die Konversation folgendermaßen:

Markus Lanz fasste die Aussagen von Daniel Günther so zusammen:

Wir müssen das regulieren, wir müssen das notfalls zensieren und im Extremfall sogar verbieten. 

Darauf antwortete Daniel Günther:

Ja

Etwa 2 Sekunden nach diesem klaren und spontanem „Ja“ hakte Markus Lanz, wohl etwas irritiert nach:

Darüber reden wir?

Daniel Günther konkretisierte seine Forderungen danach, ohne seine vorherige Antwort (Ja) in irgendeiner Weise zu dementieren:

Wir reden darüber, also Social Media darf (bis) 16Jährigen nicht mehr zugänglich gemacht werden…

Eine rein formal- rethorische Analyse lässt keinen Zweifel daran, dass die Zustimmung mit „Ja“ zur Zensur die Faktenlage widerspiegelt.

Hier der Link zum Videobeitrag, wo ab Minute 10:50 die entscheidende Passage zu sehen und zu hören ist.
Die Darstellung von Mimikama ist also nachweislich nicht korrekt. Auch andere Protagonisten, die man eher dem „links-woken“ politischen Spektrum zuordnen kann, ohne dies jetzt abwertend zu deuten, verzerren die Fakten ebenfalls.

volksverpetzer_guenther
Quelle: X (Twitter)

Link zum Volksverpetzer- Artikel

Der selbsternannte und preisgekrönte Faktenchecker verdreht selbst die Fakten. Es wird im Artikel einfach behauptet, „rechte“ Medien würden einen Shitstorm gegen Daniel Günther mit einem verkürzten Video initiieren, aber ein solches Video wird nicht verlinkt. Das braucht man gar nicht, denn das Original- Video beweist eindeutig, welche Aussagen Daniel Günther wann und worauf getätigt hat.

https://uebermedien.de/112966/daniel-guenther-hat-keine-zensur-gefordert-auch-wenn-nius-und-bild-das-behaupten/#kommentieren
https://uebermedien.de/112966/daniel-guenther-hat-keine-zensur-gefordert-auch-wenn-nius-und-bild-das-behaupten/ (hinter Paywall)

Geschickter als andere umschifft die TAZ die Verbreitung von Falschinformationen, indem die relevanten Passagen aus der Lanz- Sendung einfach weggelassen werden.

„JA zu einem Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. JA zur Meinungs- und Pressefreiheit. Genau das habe ich am Mittwoch bei Markus Lanz gesagt“

Die TAZ zitiert lediglich den einen Tag danach von Günther nachgereichten Relativierungsversuch und geht gar nicht auf seine Zustimmung zur Zensur in der Markus Lanz- Sendung ein, so, als hätte es das „Ja“ dort nie gegeben.
So klingt es für die Leser, die das Original- Video nicht kennen, als wollten politische Gegner und alternative Medien eine Kampagne gegen Daniel Günther starten. Man kann das auch Desinformation nennen, also genau das, was Daniel Günther bei den Alternativmedien so scharf kritisiert und nun von der TAZ in Perfektion betrieben wird.
Nachweislich spart Nius & Co. nicht damit, Informationen so zu verpacken, dass der Wahrheitsanteil irrelevant wird. Das darf man Nius, Tichy, Apollo-News und vielen weiteren durchaus vorwerfen. Allerdings gilt das auch für jene angeblich seriösen Medien. Je nach Thema kann man entprechende Tendenzen erkennen, wie die jeweiligen Medien politisch manifestiert sind. Es wird so berichtet, wie man es politisch noch vertreten kann, keine Fakenews zu verbreiten. Und das sollte man den Medien vorwerfen, eben nicht neutral zu informieren. Auch durch das Weglassen von Details zu einem Sachverhalt, kann man den Informationsgehalt manipulieren. Was nützt ein eigener Pressekodex oder gelegentlich eine Rüge vom Deutschen Journalistenverband (DJV), wenn es völlig folgenlos für Medien bleibt, wenn sie Fakenews verbreiten. Zumindest damit hat Daniel Günther recht, aber Zensur sollte nicht das Mittel der Wahl sein.

Update 15.01.2026

Markus Lanz verteidigte in einer folgenden Sendung die Aussagen von Daniel Günther gegenüber Beatrix von Storch (AFD). Er, als derjenige, der die Frage stellte (Darüber reden wir?), stellte klar, dass Günther nicht Nius zensieren wollte, sondern Social Media als solches. Das könnte man so auch plausibel nachvollziehen, weil ja Günther im Nachhinein seine Forderungen präzisierte und das australische Modell hierfür heranzog. Dass es geschnittene Versionen der Lanz- Sendung gibt, die etwas anderes suggerieren, daran gibt es keinen Zweifel. (Hier im Artikel wird ausschließlich auf Original- Beiträge verlinkt.)
Wenn man allerdings im Kontext weiter nach vorn schaut, was auch Markus Lanz explizit macht, kann man durchaus die Zensurforderungen von Daniel Günther auf Nius & Co. beziehen.

Hier ein Transscript mit den wesentlichen Passagen ab Minute 8:45:

Ich meine, viele Medien orientieren sich ja mittlerweile auch an diesen ganzen sozialen Medien, indem sie selbst politische Agitation betreiben und ja nicht mehr Journalismus machen…
…ja, Brosius-Gersdorf zum Beispiel. Ich meine, wer hat denn dagegen geschossen, Nius und solche Portale. Und es gibt Abgeordnete meiner Union, die solche Portale lesen, so was teilweise sogar weiterschicken, die so was in WhatsApp-Gruppen verteilen…
…und dann dürfen wir halt auch nicht diesen Medien solche Steilvorlagen geben… 

Daraus wird deutlich, dass Daniel Günther sich sehr wohl auf irgendwelche alternativen Medien bezieht und erwähnt Nius sogar namentlich. Daniel Günther bleibt bei seinen Aussagen leider sehr unpräzise, sodass er damit selbst Spielraum für Interpretationen geschaffen hat. Doch wenn man die Zustimmung von Günther auf die Frage von Lanz (Wir müssen das regulieren, wir müssen das notfalls zensieren und im Extremfall sogar verbieten.) detailliert analysiert, wird es deutlicher.
Daniel Günther hat sich sehr klar für ein AFD- Verbot ausgeprochen. Daher kann man die Zustimmung zum „Verbot“ auch unmittelbar diesem angestrebten AFD- Verbot zuordnen.
Daniel Günther hat zweimal die Altersgrenze von 16 Jahren für die Nutzung von Social Media erwähnt. Das wäre dann klar als Regulierung einzuordnen. Bleibt nun noch die Zensur. Was bleibt noch übrig, was Daniel Günther gern zensieren würde? Im gesamten Kontext der Sendung kann es sich hierbei nur noch um jene Medien handeln, die er in einem Fall sogar namentlich nennt (Nius). Er hätte das durchaus noch dementieren können, was jedoch nicht geschah.
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Elon Musk und der Hitlergruß

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Der Aufreger des Tages am 20. Januar 2024 war eine Geste des Milliardärs Elon Musk während einer Veranstaltung zur Amtseinführung von Donald Trump zum 47. US- Prsidenten.
Aus dem politisch linken Spektrum will man eine Hitler- Gruß erkannt haben.

Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter

Auf dem Standbild könnte man tatsächlich eine Ähnlichkeit dazu erkennen, zumal man Elon Musk durchaus in das politisch rechte Spektrum der USA einordnen darf.
Anzumerken wäre, dass jener vermeintliche „Hitler-Gruß“ in den USA im Gegensatz zu Deutschland nicht verboten ist. Im Ausland misst man solchen Gesten auch nicht das gleiche kritsche Augenmerk deswegen zu.

Es lohnt sich jedoch, den Videoausschnitt anzusehen. Darin ist zu erkennen, dass Musk seine Hand zunächst aufs Herz legt und dann mit dem rechten Arm in Richtung Publikum schnellt.

Er wiederholt die Geste auch noch in eine andere Richtung und unterlegt das Ganze mit den Worten „My heart goes up to you“ (Mein Herz geht hoch zu euch). Im Gesamtkontext reduziert sich der Hitler-Gruß Vorwurf auf Missgunst und Neid aus politisch linken Kreisen, die dem politischen Gegner gerne etwas unterstellen möchten.
Bezeichnend hierbei ist, dass man bei Protagonisten aus dem eigenen politischen Spektrum weitaus weniger kritisch aufbegehrt. Entsprechende Situationen gab es genug…

Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter

Was immer man gesehen haben will, man sollte ganz still sein, wenn man den einen etwas unterstellt, was man sich selbst erlaubt.

Interessant ist auch der Umstand, dass sich die sogenannten Faktenchecker bei dieser Desinformationskampagne ziemlich rar machen. Weder „Volksverpetzer“ noch „Correctiv“ sehen hier eine Veranlassung, die Fakten zu überprüfen und richtig zu stellen. Man könnte fast annehmen, dass jene Faktenchecker doch eine politische Agenda verfolgen und nicht wirklich neutral sind?

Und selbst Juden erkennen hier keinen Hitler-Gruß:

Quelle: X/Twitter
Quelle: X/Twitter
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Wenn Männer Frauen schlagen!

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Olympia 2024 liefert seit der Eröffnungsfeier quasi täglich zuverlässig einen Skandal oder so etwas ähnliches. Beim Boxwettbewerb in der Klasse bis 66kg trat Angela Carini (Italien) gegen Imane Khelif (Algerien) an und nach 46 Sekunden war der Kampf dann auch schon wieder vorbei.  Die Italienerin gab auf, weil sie nach eigener Aussage einen sehr harten Schlag auf die Nase bekam und sich um ihre Gesundheit sorgte. Jedoch war deutlich zu erkennen, dass noch ein anderer Aspekt eine Rolle spielte…

Denn Imane Khelif gilt als umstritten, da wegen des Geschlechts der Person heftige Diskussionen geführt werden.

Quelle: https://www.pinkvilla.com/sports/was-imane-khelif-really-born-male-exploring-viral-trend-1334682
Quelle: https://www.pinkvilla.com

So wurde Imane Khelif bei der Box- Weltmeisterschaft 2023 in Indien aufgrund eines Tests vor dem Finalkampf von der International Boxing Association (IBA) disqualifiziert. Ein DNA- Test soll bestätigt haben, dass bei Imane Khelif XY- Chromosomen nachgewiesen wurden. Ist also die Person ein Mann, der nun im Frauen- Boxen diesen körperlichen Vorteil ausnutzen möchte?

Der selbst ernannte Faktenchecker Volksverpetzer lässt bei der Beurteilung erneut die eigene Ideologie einfließen.

Umar Nasarowitsch Kremlew, Präsident der International Boxing Association (IBA), behauptete, dass DNA-Tests bewiesen hätten, dass Khelif über XY-Chromosomen verfüge. Das ist jedoch eine Behauptung, die mit Vorsicht zu genießen ist. Aber daher stammt die Falschbehauptung, dass es sich bei Imane Khelif um einen Mann bzw. eine trans Frau halten solle.

Volksverpetzer spricht von „Behauptungen“ und im Konjunktiv. Diese Rhetorik verleiht den Aussagen des IBA- Präsidenten eine gewisse Unglaubwürdigkeit und soll so eine Faktenlage infrage stellen.
Zudem wird der Bogen  zu einer tatsächlichen Falschbehauptung gespannt, nämlich, dass Imane Khelif eine trans Frau wäre, was ja inzwischen zweifelsfrei als falsch anerkannt ist. Nur wird dadurch weder die vorherige Aussage falsch noch jener Test, der die XY- Chromosomen nachgewiesen hat.

Volksverpetzer versucht nun per „Strohmann“- Argumentation die Aussagen des IBA- Präsidenten noch weiter in Misskredit zu bringen.

Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Aussagen der IBA und damit von Kremlew mit Vorsicht zu genießen sind. Das IOC hat den IBA ausgeschlossen, die Boxwettkämpfe auszutragen. Die Vorwürfe sind Korruption, konkret „mangelnde finanzielle Transparenz“ und „fehlende Integrität der Schiedsprozesse“ und zu enger Beziehungen zu Putin.

Nachtrag: Auch das IOC hat ein offizielles Statement herausgegeben, dass die Regeln, nach denen unter anderem Khelif das eine mal ausgeschlossen wurde, “willkürlich” gewesen seien und ohne “ordnungsgemäße Vorgehensweise” durchgeführt wurden.

Das ist wirklich kein guter Stil für einen Faktenchecker. Denn politische Verbindungen jenes ehemaligen IBA- Funktionärs und auch mögliche Korruption müssen ja nicht diesen speziellen Test automatisch falsch werden lassen.

Wenn man sich das Protokoll des IBA zu jener Vorstandssitzung genau anschaut, wo diese Fälle Programmpunkte waren, gibt es keinerlei Beanstandungen an der Vorgehensweise. So läuft das auch in jedem Amateur- Sportverein ab.
Weshalb das IOC den Boxverband IBA an der Durchführung der Wettkämpfe bei Olympia ausgeschlossen hatte, hat rein gar nichts mit dem aktuellen Sachverhalt um Imane Khelif zu tun. Dennoch ist jener „ominöse Test“ von großer Bedeutung.

Dieser DNA- Test, der die XY- Chromosomen bei Imane Khelif und auch Lin Yu-Ting nachgewiesen hatte und zur Disqualifikation beider führte, wurde von einem unabhängigen Labor durchgeführt.
Es gab gegen das Ergebnis keinen Einspruch von Lin Yu-Ting und Imane Khelif zog den Einspruch zurück. Das darf man durchaus als Anerkennung des Ergebnisses werten.

Was jedoch sagt das Ergebnis aus?

Personen mit XY- Chromosomen werden allgemein als Männer definiert. Personen mit XX- Chromosomen sind hingegen Frauen. In seltenen Fällen kann es zu Anomalien kommen, also dass auch eine Frau XY- Chromosomen besitzen kann sowie ein Mann XX- Chromosomen. Man spricht dann auch von Intersexualität.
Das wirkt sich massiv auf die körperliche Konstitution aus.

Was leitet Volksverpetzer daraus ab?

Imane Khelif ist eine Frau

Also: Ob Imane Khelif XY Chromosomen hat, ist unklar, und selbst wenn, würde es sie nicht zu einem “Mann” machen. Sie wird manchmal auch als “Intersex” bezeichnet, ist jedoch als Frau geboren und aufgewachsen. Eine Transition hat sie nie durchgemacht. Das wäre in Algerien auch verboten. Zur großen Debatte wurde das jetzt überwiegend aufgrund des letzten, ungewöhnlichen Kampfes, den Rechtsextreme und andere Transphobe ausnutzen.

Doch, es ist nachgewiesen, dass Imane Khelif sowie auch Lin Yu-Ting Träger von XY- Chromosomen sind. Es gibt nicht den geringsten Grund, die Testergebnisse anzuzweifeln, wenn selbst die Getesteten das anerkennen.

Es geht auch nicht darum, was „Rechtsextreme“ und „andere „Transphobe“ angeblich ausnutzen möchten. Diese Diskussion wird aktuell auch unter vielen Menschen kontrovers geführt, die man nicht einfach deswegen als Rechtsextreme oder Transphobe diffamieren sollte.  Allein eine andere Meinung zu einem Sachverhalt, die nicht der Meinung von Volksverpetzer entspricht, stellt keinen Grund dar, diese Leute abzuwerten. Das gehört sich einfach nicht.

Und die meisten Menschen haben sicher rein gar nichts dagegen, dass Imane Khelif sich als Frau fühlt und so behandelt werden möchte. Es gibt seit gar nicht allzu langer Zeit zumindest in Deutschland die Möglichkeit, sich als „diverse“ Person amtlich eintragen zu lassen. Imane Khelif ist nun mal divers, aber eben nicht trans. Jedoch im sportlichen Wettbewerb, wo geschlechtsspezifische Merkmale Vorteile oder auch Nachteile schaffen können, sind die jeweiligen Sportverbände gefordert, das für alle Beteiligten bestmöglich zu arrangieren. Nach diesem 1. Kampf  von Imane Khelif wird schmerzlich deutlich, dass es ein Fehler ist, diverse Personen in Frauen- Kategorien antreten zu lassen. Es ist in diesem Fall ein eklatanter Vorteil für Imane Khelif und kann für Gegnerinnen zu gesundheitlichen Schäden beitragen.

Nebenbei ist es ziemlich aufschlussreich, wie sich Medien, Journalisten und Politiker positionieren und sich zwei irgendwie gegensätzliche Lager bilden, die sich verbal attackieren. Man könnte auch einfach die Fakten anerkennen und im Sinne aller Sportler und insbesondere der Betroffenen aus gemachten Fehlern lernen und sie wenigstens zu beseitigen zu versuchen…

Update 04.08.2024:

Da inzwischen die Faktenlage immer deutlicher wird, dass Imane Khelif keine „cis“ Frau ist, versucht die Wokeness- Schickeria alle Register ziehen zu wollen. So zeigt der Vater von Imane Khelif die Geburtsurkunde seiner „Tochter“ in die Kamera eines TV- Teams. Tatsächlich ist dort das Geburtsjahr mit 1999 angegeben. Allerdings der Stempel des Ausstellungsdatums zeigt „2018/04/01“, also quasi den Zeitpunkt, als Imane Khelif eine Box- Karriere begann. Und auch das ist der Zeitpunkt, wo Imane Khelif offiziell zu einer Frau erklärt wird. Tests wurden nicht gemacht, das wurde einfach so deklariert.

Die Weltwoche
gehört zu den wenigen Medienvertretern, die nicht einfach ungeprüft den Stumpfsinn des Volksverpetzers übernehmen. Dabei geht es nicht darum, rechte oder linke Narrative zu bedienen, sondern schlicht um Wahrheit und Fakten. Leider ist das nur noch selten die Kernkompetenz der Mainstream- Medien. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk das Thema gar nicht tangiert oder zumindest nur irgendwo zu verwaisten Sendezeiten, sagt einiges über den Zustand dieser Sendeanstalten aus.

Update 06.08.2024:

Inzwischen gab es eine Pressekonferenz des IBA, woraus sehr deutlich wurde, dass die beiden Athleten Imane Khelif und Lin Yu-Ting nicht aufgrund der Testergebnisse nicht startberechtigt für Frauen Kategorien im Boxen sind.

Der Sportjournalist Alan Abrahamson hatte Einblick in die Testergebnisse und veröffentlichte darüber einen Artikel.
Wer noch ganz bei Verstand ist, kann nicht gut heißen, dass die beiden Sportler im Frauen- Boxen antreten dürfen.

Update 05.11.2024:

Das medizinische Gutachten aus dem Jahr 2023 wurde inzwischen veröffentlicht und es bestätigt aus diversen Sekundärquellen, dass Imane Khelif ein Mann ist.

Erstellt wurde es sowohl vom Kremlin-Bicêtre-Krankenhaus in Paris als auch vom Mohamed-Lamine-Debaghine-Krankenhaus in Algier, der Hauptstadt Algeriens.

Quelle
Quelle
Quelle

Interessant hierbei ist, dass Faktenchecker wie Correctiv
es nicht für nötig empfinden, ihre Falschinformationen zu korrigieren. Welches Licht wirft das auf solche „Faktenchecker“?

Update 01.09.25:

Imane Khelif wird aller Voraussicht nach nicht an Olympia 2028 teilnehmen dürfen, weil „sie“ einen vorgeschriebenen Geschlechtstest verweigert. „Sie“ ging dagegen juristisch vor und unterlag.

Queer Nations

Süddeutsche Zeitung

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Omas, die nicht nur gegen rechts sein wollen.

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Die Facebookgruppe „Fridays gegen Altersarmut“ ist heftig unter Beschuss geraten, insbesondere weil man dem Gründer und Administrator dubiose Machenschaften nachsagt.
Eine andere Gruppierung, die sogenannten „Omas gegen Rechts„, in der gleichnamigen Facebookgruppe organisiert, erheben schwere Vorwürfe gegen „Fridays gegen Altersarmut“ und maßgeblich gegen deren Führungsteam und Chef- Admin Heinz Madsen.

Was ist an den Vorwürfen dran?

Volksverpetzer“ hat die Statements der Omas in einen eigenen Blogartikel aufbereitet.

Bereits der Titel deutet auf die politische Gesinnung des Autors, Thomas Laschyk, hin:

Wie dich Rechte mit “Fridays gegen Altersarmut” verarschen wollen

Im Anschluss werden einige Textpassagen analysiert:

So tauchten in den letzten Monaten auf Facebook mehrere Gruppen mit dem Namen “Fridays gegen Altersarmut” auf, die Größte hat inzwischen 260.000 Mitglieder. Diese enorme Größe hat die Gruppe vor allem deshalb erreicht, weil viele Personen ihre gesamte Freundesliste einluden, sodass anzunehmen ist, dass viele gar nicht wissen, dass sie Mitglied dieser Gruppe sind oder bisher keinen Grund sehen, aus zutreten.

Es ist legitim, dass Leute Facebookgruppen gründen. Sofern der Name nicht markenrechtlich geschützt ist, können diese Facebookgruppen auch sehr ähnliche Namen besitzen, ohne tatsächlich miteinander etwas zu tun zu haben. Nun wird einfach angenommen, dass die Größe einer dieser Gruppen durch das massenhafte Einladen von Freundeslisten zustande kam. Auch das ist völlig legitim, sofern es denn so gewesen sein sollte. Einen Nachweis hierfür liefern der Volksverpetzer sowie die Omas nicht.

Das könnte sich durch diese Informationen vielleicht ändern, denn auch viele derjenigen, die sich aktiv an der Bekämpfung von Altersarmut beteiligen möchten und in der Gruppe eine Möglichkeit dafür sehen, werden wohl von Betrügern, Rechten und sogar Rechtsextremen instrumentalisiert.

In der Folge will man offensichtlich die Mitglieder dazu bewegen, sich wieder von dieser Gruppe abzuwenden. Als Grund gibt man an, dass man von Betrügern, Rechten und Rechtsextremen instrumentalisiert würde. Das sind sehr heftige Vorwürfe.

Wie Recherchen der Seite KKA, sowie unsere eigenen belegen, sind die vielen Admins dort unter anderem mit Mitgliedern der AfD und NPD befreundet oder haben Seiten wie “Gelbwesten Deutschland”, “Intensiv Patrioten”, “Alice Weidel”, “Fridays for Hubraum” oder “Freiheit statt EU-Diktatur” gelikt oder verbreiten Hetze gegen Greta Thunberg, Carola Rackete und andere. Die Admins verbreiten auf ihren Privatseiten rechte und rechtsextreme Propaganda und sind dort mit anderen Rechten vernetzt.

Die anschließende Beweisführung kann man als extrem dürftig bezeichnen. Es wird von Recherchen gesprochen, die unter anderem eine Facebookgruppe mit Namen Kurfürstlich Kurpfälzische Antifa
durchgeführt haben soll. Deren Nachweis läuft allerdings ins Leere bzw. auf eine Fakegruppe mit einen Beitrag, der augenscheinlich gegen die Facebook- Gemeinschaftsstandards verstoßen hat und dementsprechend nicht mehr vorhanden ist.

Diese Gruppe nennt sich wie die Alias- Namen des Heinz Madsen, hat aber mit ihm nichts zu tun. Das belegt gar nichts, sondern macht die Beweisführung dieses Antifa- Ablegers eher unseriös.
Man unterstellt den Admins von „Fridays gegen Altersarmut“ enge Verbindungen zu rechten politischen Parteien und diversen Gruppierungen. Anzumerken ist, dass Facebookfreundschaften und sogenannte Likes noch lange keine direkten Verbindungen zu diesen Personen bedeuten.
Man hat also die Aktivitäten dieser Leute auf Facebook verfolgt und anhand dessen deren politische Gesinnung eingestuft und beurteilt. Das kann man machen und es gut oder schlecht finden. Ein Beweis dafür, dass deswegen die Gruppe, die sie administrieren, rechtsextrem unterwandert sein muss, ist es allerdings nicht. Das muss sich schon in der Gruppe selbst zeigen.

Nicht nur wird die Gruppe “Fridays gegen Altersarmut” augenscheinlich von Menschen mit rechter und rechtsextremer Agenda geleitet, die Gruppe scheint auch als Honigtopf für nichts ahnende Menschen zu dienen, da kurz vor der Gründung, im Juli 2019 rechtsextreme Blogs dazu aufgerufen haben, das Thema Altersarmut zu nutzen.

Eine Verbindung zur rechtsextremen Szene wird im Anschluss basierend auf eigenen Schlussfolgerungen konstruiert. Beweise hierfür werden nicht vorgelegt. Man vermeidet allerdings klare Anschuldigungen und verwendet Wörter wie „augenscheinlich“ und „scheint“, weil man es ja nicht nachweisen kann. Das Gerücht genügt ja bereits. Und schließlich wird sogar eine Brücke zur AFD geschlagen:

Hintergrund ist, dass die AfD bisher nicht einmal irgendein Konzept hat, wie das Problem der Altersarmut oder Rente angegangen werden soll. Man kann natürlich herzlich darüber streiten, welche der Parteien das richtige Konzept anbietet, oder eben eher ökonomisch denkt, aber zumindest haben alle andere Parteien ein Konzept. Die AfD hat bis heute gar kein Konzept. Jörg Meuthen hatte sogar einmal vorgeschlagen, die gesetzliche Rente völlig abzuschaffen. Im Gegenteil, Pläne, die die AfD vorgestellt hat, würden bedeuten, dass Menschen mit körperlich und psychisch belastenden Berufen faktisch Rentenkürzungen hinnehmen müssten.

Ein Zusammenhang existiert nicht. Dieser wird einfach hergestellt.

Neben den rechten Admins und den rechtsextremen Seiten, die den Plan formulierten, das Thema Altersarmut von rechts zu besetzen, findet man auch viel Werbung für die Gruppe auf rechten Seiten, Gruppen und Kanälen.

Schließlich werden aus den Gerüchten und Vermutungen nun plötzlich rechte Admins und rechtsextreme Seiten haben die Agenda für Fridays gegen Altersarmut formuliert. Die komplette Beweisführung der Omas bzw. des Volksverpetzers und diversen Antifa- Gruppen basiert auf konstruierten Schlussfolgerungen. Als Beweise sollen Kommentare auf politisch rechts orientierten Seiten herhalten, die sich in irgend einer Weise zu den Mahnwachen äußern bzw. dahin verlinken.
Ein weiterer Beweis zur rechten Unterwanderung soll ein Artikel der politisch links orientierten Onlinezeitung „Endstation Rechts“ sein. Allerdings hat die dort thematisierte Veranstaltung rein gar nichts mit Fridays gegen Altersarmut zu tun, sondern nennt sich „Rocker gegen Altersarmut„. Diese Gruppierung hat wohl das Thema für eigene Zwecke gekapert.

Krimineller Betrüger ist Admin der Gruppe?

Schließlich widmet man sich noch Herrn Madsen persönlich. Man beachte, dass es sich um eine Frage handelt und nicht um eine Tatsachenbehauptung. So wird dem Initiator von Fridays gegen Altersarmut nachgesagt, eine krimielle Vergangenheit zu haben.

Die größte Gruppe “Fridays Gegen Altersarmut” wird unter anderem von einem Administrator mit verschiedenen Identitäten geleitet. Er nennt sich z.B. “Heinrich Madsen” und “Heinrich von Graf”. Über die anscheinend rechtsaffine und kriminelle Person Heinz Madsen und all seine Aliasse kann man sehr viel im Netz erfahren.

Dass Herr Madsen verschiedene Facebook- Identitäten verwendet, wird ihm zum Vorwurf gemacht. Kann man machen, ist aber nicht außergewöhnlich, was der Betroffene auch in einem eigenen Statement offen zugibt. Im Netz findet man gar nicht so viel über Herrn Madsen, sieht man von politisch linken Quellen ab, die sich gegenseitig verlinken oder den gleichen Vorwurf schlicht wiederholen. Richtig ist wohl, dass Herr Madsen ein Betrugsverfahren anlastet. Eine Verurteilung gibt es allerdings nicht, somit gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung. Auch hierzu hat er in seinem Statement Stellung genommen.

Auszug aus diesem Statement:

Erst einmal gilt jeder Mensch in Deutschland als unschuldig, solange es kein rechtsgültiges Urteil gibt und seine Schuld nicht erwiesen ist. Ich habe noch nie Spenden oder Steuern hinterzogen. Unseren Medien kann ich jederzeit nachweisen, das diese Behauptung völlig haltlos sind. Gerade Omas gegen Rechts treiben im Moment eine Sau nach der anderen durchs Dorf. Sie bedienen sich fragwürdiger Quellen aus dem Internet ohne deren Wahrheitsgehalt auch nur ansatzweise zu überprüfen. Selbst Grundschüler wissen bereits das Dinge die man im Netz findet, oftmals gar nicht der Wahrheit entsprechen. Mein richtiger Name ist Heinz Madsen wie die meisten längst wissen und ich agiere hier auf Facebook mit noch zwei anderen Profilen. Aber nicht weil ich unseriös bin oder etwas zu verbergen habe, sondern weil man heutzutage oft grundlos mit Account und Funktionssperren von Facebook belegt wird. Also nutzt man ein weiteres Profil um weiter kommunizieren zu können. Im übrigen bedienen sich die so toleranten Menschen ebenfalls mehrere Profile, aber das ist natürlich etwas ganz anderes. Die wirkliche Krönung dieser Hetzjagd gegen meine Person sind die Omas gegen Rechts Kandel. Sie schreiben über einen alten Profilnamem von mir (Graf Aslan von Askaban), den es längst nicht mehr gibt folgendes: Aslan bedeutet auf türkisch Wolf und das wiederum übersetzt bedeutet rechts. Liebe Omas gegen Rechts! Ihr solltet mal wieder ein Märchenbuch in die Hand nehmen und euren Enkeln etwas vorlesen. Zum Beispiel die Chroniken von Narnia, dort kommt ein Löwe mit Namen Aslan vor und genau diesen Namen fand ich toll. Im Übrigen, falls man auf die Idee kommen sollte mit Askaban ist die Wolfsschanze gemeint, weit gefehlt. Es handelt sich um das Gefängnis für Magier und Zauberer aus Harry Potter.

Manchmal sind die naheliegenden Erklärungen auch die plausiblesten. Der Mann ist sicher kein Heiliger, aber eine solche Hetzjagd mit konstruierten Beschuldigungen kann man durchaus auch als üble Nachrede und Verleumdung betrachten, was übrigens justiziabel sein kann. Und dass in einer Facebookgruppe, die sich den Thema Altersarmut widmet, nicht ausschließlich „anständige“, politisch links orientierte Menschen Engagement zeigen, ist selbsterklärend. Es hat den Anschein, dass aus der politisch extrem linken Ecke Verdruss zum Ausdruck kommt, weil man selbst nicht die Idee hatte, das Thema Altersarmut aufzugreifen.

Update: Das Ermittlungsverfahren gegen Herr Madsen wegen Betrugs wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt. (Quelle: news38)

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