Migrations- Schlaraffenland Deutschland

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Der Begriff „Schlaraffenland“ könnte man zu Zeiten einer globalen Flüchtlingskrise durchaus zum rassistischen Wortschatz zählen. Laut Wikipedia bedeutet es:

Das Land der faulen Affen… Schlaraffenland wird deshalb heute meist übertragen verwendet, um auf ein Paradies des Nichtstuns und müßig essenden Herumliegens hinzuweisen.

Dass bei Migranten diese Vorstellung zumindest ansatzweise verbreitet ist, zeigt ein Artikel, der selbst bei gutmenschlicher Konstitution auf Unverständnis stößt.

Somalia Invasoren: „Wir werden für immer in Deutschland bleiben und von Sozialhilfe leben!“

Die Kernaussagen des Artikels lauten:

„Ich habe keine Absicht in Deutschland einer Arbeit nachzugehen und wenn ich erst die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen habe, werde ich sofort meine zehnköpfige Familie, also meiner Eltern, Brüder und Schwestern, im Rahmen des Familiennachzuges nach Deutschland holen lassen.“

„Nein, nein … Ich mag in den Bergen spazieren gehen, aber nicht arbeiten. Ich möchte in Deutschland leben.“

Es wird ein Bild von Deutschland kolportiert, welches den deutschen Staat so darstellt, dass Migranten hier dringend benötigt werden und alle erdenklichen Angebote an Einreisewillige unterbreitet werden. Das ist jedoch eine perfide Strategie von Schlepperorganisationen und Teil deren Geschäftsmodells. Tatsächlich glauben viele Migranten diese falschen Behauptungen. Nur so kann man die Aussagen dieses Abdulah aus Somalia deuten. Man benötigt schon eine ausgeprägt naive Leichtgläubigkeit, wenn man als illegaler Migrant ohne erfolgversprechende Bleibeperspektive bereits an Einbürgerung und Familiennachzug denkt. Es werden keinerlei Tatsachen berichtet, sondern weitgehend unrealistische Wunschvorstellungen. Es spielt keine Rolle, was dieser Abdulah erzählt, auch wenn Fälle von Sozialmissbrauch durch Asylbewerber bekannt wurden oder andere Defizite in der Migrationspolitik offenkundig sind. Die hier geschilderten Vorstellungen sind absurd, befördern aber trotzdem Ausländerfeindlichkeit und manifestieren ein tatsächlich in Teilen existierendes Behördenversagen. Belächelt wurden jene Auswanderer, die Deutschland, medial von Privatsendern begleitet, den Rücken kehrten und unter falschen Vorstellungen ihren Lebenstraum im Ausland verwirklichen wollten. Die meisten dieser deutschen Migranten wurden von der Realität eingeholt und scheiterten phänomenal. Kaum jemand schenkt jedoch diesen Leuten Beachtung und erst recht keine fremdenfeindliche. Somit braucht man sich auch nicht über unrealistische Träumereien von Migranten aus Zentralafrika aufzuregen. Und insoweit ist dieser Artikel aus Sicht der Asylgesetzgebung weitgehend unzulänglich…

Nun muss man allerdings den Artikel losgelöst von seiner fremdenfeindlichen Botschaft betrachten. Denn um eine Falschmeldung scheint es sich nicht zu handeln, wenn auch der Inhalt eine abenteuerlich irrwitzige Vorstellung deutscher Migrationspolitik vermittelt.

Zwielichtige Internetpräsenzen verbreiten diesen Artikel weiter:

Asylforderer aus Somalia: Ich werde für immer in Deutschland bleiben und von Sozialhilfe leben – arbeiten werde ich nicht. (Karatetigerblog)

Kommentare zu diesem Artikel beweisen, dass der Artikel seine Wirkung nicht verfehlt hat.

Quelle: https://www.facebook.com/Merkel.uns.nicht.voll/posts/337113896688871
Quelle: https://www.facebook.com/Merkel.uns.nicht.voll/posts/337113896688871

Man muss durchaus zugeben, dass man mindestens einen Hauch von Unverständnis verspürt, wenn man die Aussagen dieses Asylbewerbers hört, sofern sie überhaupt der Wahrheit entsprechen. Jedoch wird offensichtlich ignoriert, dass die Aussagen weitgehend realitätsfern sind.

Die deutschen Artikel dazu beziehen sich auf einen englischsprachigen Artikel, der weitgehend identisch übersetzt übernommen wurde:

Somali Invader: ‘I’ll Live Forever on Benefits in Germany’

Der Originalartikel stammt augenscheinlich von einem renommierten Nachrichtenportal aus Litauen:

Lietuvos Rytas

Inwieweit das Interview, welches bereits vom 18. Januar 2016 stammt, der Wahrheit entspricht, kann nicht eindeutig beurteilt werden. Allerdings muss man den Inhalt auch nicht anzweifeln, da er im Kontext der Asylgesetzgebung irrelevant ist. Nicht der Asylbewerber entscheidet über seinen Asylantrag und seine Lebenswirklichkeit in Deutschland. Viele mussten mit Ernüchterung feststellen, dass die Geschichten der Schlepperbanden über das Schlaraffenland Deutschland doch nur ein Märchen sind…

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